Petra Hammesfahr | Merkels Tochter

Sehr spannend.

Hein Merkel war Polizist und kam, als seine Tochter Irene acht Jahre alt war, wegen Mordes ins Gefängnis. Seine Tochter sieht er erst wieder, als sie erwachsen ist. Aus dem Klappentext wusste ich zwar vorab, dass Irene zum Mordopfer werden würde. Dennoch war das Buch durchweg spannend. Wahrscheinlich wäre es aber noch besser gewesen, diesen Mord nicht schon vorher zu verraten.

Petra Hammesfahr formuliert ohne Schnörkel und sehr anschaulich. So konnte ich mich gleich in die Personen hineindenken, sowohl in Irene als auch in ihren Vater. Das hat funktioniert, obwohl nichts aus der Ich-Perspektive geschrieben ist. Kein Satz oder Nebensatz ist zu viel.

Mir wird beim Lesen oftmals schlecht, wenn zu brutale Stellen vorkommen. Ich kann ja nicht wie bei einem Kinofilm die Augen schließen und warten, bis die Szene vorbei ist. Deshalb kann ich manche Bücher nicht zu Ende lesen. In diesem sind auch einige sehr grausame Stellen enthalten, aber das ging gerade noch so, oder besser gesagt, meine Neugier hat das überwunden. Wer ähnliche Probleme hat wie ich, für den ist diese Lektüre noch geradeso möglich.

Viel Genaueres kann ich nicht dazu aufschreiben, denn dann würde ich wichtige Teile verraten und die Spannung verderben. Irenes Vater klärt den Fall am Ende zufriedenstellend auf. Das ist schließlich das Wichtigste.

Kurz gesagt: Schreibstil und Spannungsbogen finde ich sehr gut. Sicher werde ich noch weitere Bücher von Petra Hammesfahr lesen. Allerdings brauche ich zwischendurch immer wieder eine andere Lektüre, um mich zu erholen.

Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen.

Details

Autor:Petra Hammesfahr
Titel:Merkels Tochter
Genre:Krimi
Verlag:Diana
Erscheinungsjahr:2020 (urspr. 1993)
Seitenanzahl:320
ISBN:9783453360624

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