Bei diesem Buch handelt es sich um Teil 2 einer Extra-Reihe.
Eigentlich lese ich Klaus-Peter Wolf sehr gerne.
Vom ersten Band dieser Reihe war ich begeistert. Aber dieses Buch empfinde ich als das bisher schwächste, was ich von ihm gelesen habe. Sein Schreibstil und seine Erzählweise gefallen mir nach wie vor. Aber hier sehe ich ganz klare inhaltliche Abstriche.
Doch eins nach dem anderen.
Worum geht es laut Klappentext
Ich gebe einfach die Beschreibung vom Verlag wieder:
Von Kopfgeldjägern und Frauenhelden – der zweite Band der Reihe »Ein mörderisches Paar« von der Nummer 1 in der Spannung Klaus-Peter Wolf
Ein Kopfgeld von 10 Millionen ist auf Dr. Bernhard Sommerfeldt ausgesetzt, eine Summe, die sich kein Profikiller gerne entgehen lässt. Und wenn Markus Baumann aus Meppen davon gewusst hätte, dann hätte er Birgit Ritter vielleicht anders angesprochen. Doch seine Sommerfeldt-Masche ist einfach zu erfolgreich, reihenweise verfallen ihm die Frauen. Auch Birgit Ritter glaubt fest, den echten Sommerfeldt vor sich zu haben, als plötzlich und unerwartet Johann Baptist Reichhart, seines Zeichens Kopfgeldjäger, im Raum steht und das Rendezvous mit Markus Baumann final beendet.
Das ist kein einfacher Fall für Ann Kathrin Klaasen und ihr Team in Ostfriesland, aber ein hundertprozentiger Auftrag für den echten Sommerfeldt und seine Ehefrau Frauke. Alles läuft auf einen großen Showdown auf Norderney hinaus.
»Ein mörderisches Paar. Der Verdacht« ist der zweite Band der Serie und ein Buch für die heißesten Tage des Jahres.
Meine Eindrücke
Schreibstil und Dramaturgie gefallen wir nach wie vor. Die Kapitel sind kurz. Spannende Szenenwechsel mit Cliffhanger – wie es sich gehört.
Die Figuren sind vertraut – gehören sie doch zum „Ostfriesenkrimi-Kosmos“ von Klaus-Peter Wolf. Es sind jedoch insgesamt viele Figuren. Einige tragen kaum etwas zur Handlung bei, dienen aber dem üblichen „Drumherum“ dieser Reihe. Dazu hatte ich in meiner Rezension zum ersten Band (Das Versprechen) schon ausführlich geschrieben. Das hat einen Wiedererkennungseffekt. Das ist gemütlich. Das gehört dazu.
Im Gegensatz zum ersten Band, von dem ich begeistert war, hat mich dieser jedoch etwas enttäuscht. Von dem Autor bin ich Besseres gewöhnt.
Zunächst ist mir eine kleine Unlogik aufgefallen. Ohne genau Zusammenhänge zu verraten, was Spoiler wären, nur so viel: Es ist beschrieben, dass jemand sein Handy ausgeschaltet hat. Es ist klar, dass das Handy ausgestellt geblieben sein muss. Nur einige Szenen weiter hat dann der Chef dieser Person das Handy geortet. Das bringt mich ins Grübeln. Es könnte zwar so sein, dass er die letzte Position, als es noch eingeschaltet war, geortet hat. Ich glaube jedoch, der Autor hat diese Ungenauigkeit einfach übersehen.
Noch schlimmer fand ich, dass das Ende viel zu abrupt war, als hätte Klaus-Peter Wolf keine Lust mehr gehabt oder unter Zeitdruck gestanden. Im Klappentext steht „Alles läuft auf einen großen Showdown auf Norderney hinaus.“ Da frage ich mich: Wo blieb der große Showdown? Das was da kam, war einfach lächerlich.
Ja, es ist ein Ende für diesen Teil. Und da es als Reihe konzipiert ist, ist es auch OK, wenn da noch Kleinigkeiten offenbleiben. Hier blieb aber nach meinem Empfinden zu viel offen.
Trotzdem macht mich das alles nicht wirklich neugierig auf eine Fortsetzung. Es ist mir einfach über.
Mein Fazit: Zwischendrin habe ich mich zwar gut unterhalten gefühlt, aber das Ende hat das alles zunichte gemacht. Meine Bewertung: Geradeso noch 3 von 5 Sternen.
Details
| Autor: | Klaus-Peter Wolf |
| Titel: | Der Verdacht Ein mörderisches Paar |
| Genre: | Ostfriesen-Krimi |
| Verlag: | Fischer Taschenbuch |
| Erscheinungsjahr: | 2024 |
| Seitenanzahl: | 464 |
| ISBN: | 978-3-596-70864-2 |
Das Buchcover im Titelbild gehört dem Fischer-Verlag.

